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Sommer, Sonne, Salsa - die Tanzsportabteilung auf Sonntagsausflug zum Kühkopf und dem Guntersblumer Kellerwegfest

Tanzsport | 20.08.2017
Am frühen Sonntagmorgen, 20. August machten sich 10 Tänzerinnen und Tänzer der Tanzsportabteilung auf den Weg, mit der Bahn in den Süden in das Hessische Ried nach Stockstadt am Rhein aufzubrechen. Nachdem die Sonne bei blauem Himmel schon für gute Stimmung sorgte, stieg die Laune, als sich die Gruppe mit Wanderschuhen und leichtem Gepäck ab der Ankunft an der Zielhaltestelle zu Fuß über die Altrheinbrücke in Richtung des Hofguts Guntershausen in das größte hessische Naturschutzgebiet der Kühkopfinsel machte. Beim Eintreffen auf dem Hofgut waren bereits viele Besucher und Radtouristen unterwegs und machten Rast im Hofinnern, das seit Frühjahr mit neuer Pflasterung und einer grünen Mitte mit hoher Aufenthaltsqualität hergerichtet ist.

Die Hauptattraktion, das Umweltbildungszentrum „Schatzinsel Kühkopf“ im Nordflügel mit der Dauerausstellung „Mitten im Fluss“ überraschte die Tanzpaare mit erstaunlichen Einblicken im vormaligen Kuhstall in die Landschaft der Stromtalwiesen, der Auenwälder und die Überflutungsräume der Röhrichte. Auf dem ausgestellten hohlen Baumstamm einer alten Eiche konnten Käfer, Fledermäuse und Spechte entdeckt werden, daneben beeindruckte ein überdimensionales Exponat einer 1,5m großen Rheinschnake. Am Flutmodell im ehemaligen Schweinestall wurde mit Knopfdruck die Hochwassersimulation auf einer aktuellen dreidimensionalen Luftbildkarte im Verlauf des Oberrheins hinterleuchtet, welche Breite die Flussmäander in der Vorzeit eingenommen haben; heute allerdings innerhalb der Winterdeiche eingeengt. Sehr schön zu erkennen, dass die Kühkopfinsel als wichtiger natürlicher Retentionsraum verblieben ist.

Nach einem weiteren Einblick in den historischen Kälberstall, der mit neuen Elementen des grünen Tischs die Geschichte des Rheindurchstichs im Zuge der Flussbegradigungen Anfang des 19. Jahrhunderts erläutert, blieb noch ein kurzer Moment, den Speicher mit der noch im Aufbau befindlichen neuen Ausstellung „Welt im Fluss“ und den Speicherthemen Nachhaltigkeit, Arten- und Biotopschutz, biologische Vielfalt und Boden- und Landschaftsschutz kennen zu lernen. Dort wird die Konferenz von Rio gezeigt, mit Rückblick auf die seitherige Klimaentwicklung und die Perspektive, was sich möglichweise bei zunehmenden Temperaturen an Vegetation und Artenzusammensetzung verändert.

Am Ausschank des Hofkiosks mit Bratwurst sowie Kaffee und Kuchen gestärkt, starteten die Wanderer auf dem Kühkopfweg über die Apfelallee ins Innere der Insel. Zunächst über Wiesen und Weichholzflure entlang des Natura-Trails, der neu als Hirschkäferweg ausgewiesen ist, dann auf dem Damm zum Altrhein. Dabei wurden feuchte Senken und Auskolkungen gequert, wo die eine oder andere Attacke anfliegender Schnaken zur Beschleunigung der Schritte führte. Totholz, abgebrochene Wipfel, Lianen und Dickicht im Unterstand, so urwaldartig wirkte der Auwald. Doch die Blicke richteten sich nach vorne, um möglichst schnell zum Fähranleger an den Neurhein zu gelangen. Dort konnten vor dem Übersetzen mit der Personenfähre bei leichter Brise noch die Wunden geleckt werden. Auf der anderen Rheinseite angekommen war man dem Ziel ein entscheidendes Stück näher gekommen, doch blieb noch ein Marsch von etwa vier Kilometer bis zum Ziel nach Guntersblum. Angetrieben von der Erwartung, bald guten rheinhessischen Wein auf dem Kellerwegfest zu verkosten, setzten sich die Paare mit strahlender Sonne im Rücken in Bewegung.

Zum Glück hielt ein Gespann mit Hänger nach dem Überholen an, um die herbeieilenden Fußgänger aufzulesen. Hoch oben sitzend im Wagen blies zwar der frische Fahrtwind um die Ohren, doch konnte mit dem Shuttle-Dienst die Strecke zum ersten Weinstand in der Ortslage schnell überwunden werden. Angekommen beim Keller 110 fiel der Blick rechts und links der Weinmeile, und schon gleich danach kehrten die Tänzerinnen und Tänzer auf der Terrasse eines Weinguts ein. Dort genossen sie die Stimmung bei Weiß- und Grauburgunder, Riesling, Spätburgunder und Merlot. Dabei spielte eine Band klassische Rock-Oldies, laut und stark, so dass man sich in seine Jugendzeit versetzt fühlen konnte. Entlang des gesamten Kellerwegs folgten dann verschiedene Kostproben, folgten kleine Snacks und deftige Imbisse, bei gemütlicher Umgebung und auch lauschiger Musik.

In gemütlicher Runde beim Guntersblumer Wein und zur Weinprobe im Kellerweg
Bei einigen Latinorhythmen juckte das Tanzbein, und zeigte sich die besondere Vorfreude, nach der doch längeren Sommerpause alsbald wieder das neu beginnende Tanztraining in Hochheim zu besuchen.
Entspannt und gut gelaunt führte der Schlendergang vom Keller 1 durch die Ortslage von Guntersblum den Kellerweg zurück in Richtung Bahnhof. Mit Zug und Bus zurück nach Hochheim angekommen, konnte schließlich noch der Sonnenuntergang beim Daubhäuschen mit einem Glas Sekt begangen und auf den schönen Sommerausflugstag angestoßen werden.
Nach den vielgestaltigen Erlebnissen kommt die Freitags-Tanzsportgruppe nun mit der ersten Trainingsstunde ab Freitag, 08.09. in der Sporthalle des Antoniushauses mit Trainer Roland Schluschaß wieder regelmäßig zusammen, die Sonntagsgruppe trifft sich bereits am Sonntag, 03.09. in der Jahnturnhalle der TG Hochheim zum New Vogue Workshop.

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